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Museum

Aktuelle Ausstellungen

Ab 1. März 2018: Norddeutsche Realisten sehen Meldorf
(bis 15. April 2018)

Die Mitglieder der Künstlergruppe Norddeutsche Realisten Margreet Boonstra, Tobias Duwe und André Krigar sowie der finnische Maler Pekka Hepoluhta porträtierten Meldorf im Oktober 2017. Mit Leinwand und Staffelei bereisten die Künstlerinnen und Künstler vom 10. bis 17. Oktober 2017 Meldorf und Umgebung. Der Blick der Norddeutschen Realisten ist facettenreich: Ob Meldorf am Abend oder bei Regen, das Wördener Loch oder ein Sonnenuntergang über der Meldorfer Bucht.

Das besondere Markenzeichen dieses seit Anfang der 1990er Jahre bestehenden losen Malerbundes ist, die Künstlerinnen und Künstler malen „en plein air“, also vor Ort, ohne nachträglich im Atelier die Bilder nachzubessern. Ihre Motive sind Straßenszenen, Landschaften, typische Gebäude und Menschen in ihren Lebensräumen. Damit sind die Künstlerinnen und Künstler sehr erfolgreich: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen regelmäßig und international unter anderem in Museen und öffentlichen Institutionen aus. Im Jahr 2013 erhielt die Künstlergruppe den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft.

 

Ab 22. März 2018: Anna webt. Ein Dithmarscher Bildteppich von 1667
(bis 19. August 2018)

Der Wandteppich von Anna Bump aus Kleve/Dithmarschen entstand 1667. Er ist 3,50m lang. In 5 Bildern, die jeweils durch Textleisten unterbrochen werden, zeigt er mit außergewöhnlichem Detailreichtum Szenen aus dem Leben und Leiden Christi bin hin zum Jüngsten Gericht. In Verbindung mit den eingearbeiteten Texten ist er als Bildergeschichte fast wie eine Art moderner Comic zu lesen.

Das Museum Europäischer Kulturen zu Berlin, seit 1971 im Besitz dieser herausragenden Textilie, hat den Teppich mit weiteren Objekten im letzten Jahr aus Anlass des Reformationsjubiläums mit einer Sonderausstellung gewürdigt. Sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Dithmarscher Landesmuseum und weiteren Leihgebern realisiert.

Bei der aktuellen Präsentation der Ausstellung stehen weniger die theologischen Inhalte als vielmehr die zum Teil eher versteckten Motivgeschichten im Vordergrund. Wie kamen Elefant und Nashorn auf den Teppich, welche anderen exotischen Wesen und Pflanzen fanden im 17. Jahrhundert Eingang in die europäische Bildwelt? Auf weiteren Exponaten befinden sich Einhörner, Pfauen, Papageien oder Tulpen und Granatäpfel. Darüber hinaus vermittelt die Ausstellung am Beispiel Anna Bumps Einblicke in die Lebenswelt einer Dithmarscher Frau aus angesehenem Geschlecht in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.