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Museum

Freilichtmuseum Dithmarscher Bauernhaus

Bereits 1907 vom 20 km entfernten Osterrade an seinen heutigen Standort versetzt, zählt das Dithmarscher Bauernhaus zu den ältesten Freilichtmuseen Deutschlands. Das um 1700 errichtete, niederdeutsche Fachhallenhaus vermittelt dem Besucher eine lebendige Wohn- und Arbeitsatmosphäre um die Jahrhundertwende auf dem Lande. Authentisch eingerichtete Räume wie die typische Fliesenstube (die sog. Döns) mit eingebauten Wandbetten, die „Gute Stube“ (der sog. Pesel) oder die Küche und die Große Diele nebst Stallungen verdeutlichen die Entwicklungen in der bäuerlichen Wohnkultur in vorindustrieller Zeit. Die originalen Ausstattungsstücke bäuerlicher Sachkultur spiegeln neben den üblichen Entbehrungen des Alltags allerdings auch den einstigen Wohlstand der Geestbauern in der Region wieder.

Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich mit dem historischen Rosengarten eine bundesweit berühmte Sammlung alter Rosensorten. Von ihren Fundorten an Kirchen, Friedhofsmauern oder alten Bauerngärten von der Journalistin und Gärtnerin Gerda Nissen hierher zusammengetragen bilden sie eine idyllische Ruhezone im Herzen Meldorfs. Besonders zur Blütezeit im Juni und Juli lässt sich der Garten in seiner ganzen Pracht genießen.

In direkter Nachbarschaft zu unserem Bauernhaus lädt zudem das Schleswig-Holsteinische Landwirtschaftsmuseum zu einem Besuch ein.

Öffnungszeiten

April bis Oktober
Montag geschlossen

Dienstag bis Freitag
geöffnet von 10:00 bis 16:00 Uhr

Samstag
geöffnet von 11:00 bis 16:00 Uhr

Sonntag
geöffnet von 11:00 bis 16:00 Uhr

Das Gebäude ist ebenerdig und somit auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

Das Bauernhaus befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Schleswig-Holsteinischen Landwirtschaftsmuseum und ist vom Dithmarscher Landesmuseum fußläufig in wenigen Minuten zu erreichen. Eine Beschilderung ist vorhanden.

Parkplätze für Bus und Pkw stehen am Landwirtschaftsmuseum und der Neuen Holländerei ausreichend zur Verfügung.

Dusenddüwelswarf und Infopavillon

mit Schlachtenpanorama „Hemmingstedt 1500“

Am 17. Februar 1500 stoppte ein Aufgebot Dithmarscher Bauern das Invasionsheer einer dänisch/deutschen Adelsallianz. Durch diesen Sieg bei der Schlacht bei Hemmingstedt konnte die spätmittelalterliche Bauernrepublik für weitere 60 Jahre ihre Unabhängigkeit behaupten.

Am 17. Februar 1900 – 400 Jahre nach der Schlacht – wurde in Erinnerung die Dusenddüwelswarf (Plattdeutsch: Tausendteufelwarft) als zentrales Landesdenkmal eingeweiht. Vom Kieler Architekten Wilhelm Voigt geplant, thront ein monumentaler Findling mit dem Schlachtruf „Wahr di Garr de Bur de kumt“ (Nimm dich in acht, Garde! Der Bauer kommt!) auf einem Warftenhügel in der Marsch. Noch heute besitzen die Ereignisse des Jahres 1500 große Bedeutung für das kollektive Selbstbewusstsein vieler Dithmarscher.

Im Jahre 2000, anlässlich der 500 Jahr-Feier der Schlacht, wurde in Blickweite zum Gedenkstein ein Informationspavillon eingerichtet. Texttafeln informieren den Besucher über die Hintergründe und den Verlauf der Auseinandersetzung, während ein acht Meter langes Großmodell den dramatischen Höhepunkt des Schlachtengeschehens veranschaulicht.

Die Anlage ist das ganze Jahr über und zu jeder Tages- und Nachtzeit frei zugänglich.

Anfahrt
Nur wenige Kilometer außerhalb Meldorfs gelegen. Von der B5 (Meldorf-Heide) kurz vor Hemmingstedt der Beschilderung „Dusendüwelswarf“ folgen.