Zinn und weg. Die Geschichte eines fast vergessenen Materials
Ausstellungseröffnung
Ein Teller, eine Kanne, ein Kerzenleuchter aus dem 18. Jahrhundert – alle aus Zinn, auf den ersten Blick stilles Alltagsgerät. Was ihre Oberfläche nicht erzählt: woher das Material kam, durch wie viele Hände es ging, wer es gegossen und wer es benutzt hat, bevor es seinen Weg ins Museum fand.
Am 25. September eröffnet im Dithmarscher Landesmuseum „Zinn und weg. Die Geschichte eines fast vergessenen Materials“ – eine Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit dem Materiallabor der Muthesius Kunsthochschule Kiel entwickelt wurde. Studierende aus den Fächern Produktdesign, Freier Kunst und Raumstrategien reagieren mit eigenen gestalterischen und forschenden Positionen auf das Material und die Sammlungsbestände des Museums. Verbunden wird das mit einer kulturhistorischen Spurensuche: Vom Zinnsoldaten in Andersens Märchen bis zum Konfliktmineral im Smartphone, vom Silvesterritual bis zur Zahnpasta zeigt die Ausstellung, wo dieses Material überall steckt – sichtbar und unsichtbar. Ergänzt wird die Ausstellung durch die Forschung von Studierenden der Humboldt-Universität Berlin: In Kooperation mit dem MK&G Hamburg erzählen sie spekulative Objektbiografien einzelner Zinnstücke in aufwändig gestalteten Logbüchern und Audioaufnahmen.
Es gilt der reguläre Eintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
