Sonderausstellungen

Sonderausstellungen

Was wäre, wenn…? Von Feedback zur Vision

25. Juni – 13. September 2026

2023 hat das Dithmarscher Landesmuseum nach drei Jahren Umbau neu eröffnet. Jetzt folgt der nächste Schritt: Das Museum entwickelt seine Dauerausstellung ab 1945 neu. Bevor der Umbau beginnt, wird jedoch erst die Perspektive des Publikums eingeholt.

Ab dem 25. Juni 2026 laden die historischen Räume des Museums zu einer ungewöhnlichen Begegnung ein: Kneipe, Schulklasse, Frisörsalon, Kinosaal, Gemischtwarenladen und OP-Saal werden für einen Sommer lang zu Orten der Befragung. Was ist das Herz dieser Kneipe? Was hat sich an der Schule verändert – und was nicht? Welche Geschichten fehlen in diesem Museum noch? Besuchende antworten mit Klebepunkten, Kärtchen, Murmeln und Freitexten. Ihre Antworten bleiben sichtbar; sie wachsen über den Sommer zu einem kollektiven Bild dessen, was das Museum war, ist und werden könnte

„Was wäre, wenn…? Von Feedback zur Vision“ läuft vom 25. Juni bis 13. September 2026. Die Ergebnisse fließen direkt in die Neukonzeption der Dauerausstellung ein, die ab 2027 schrittweise realisiert wird. Eröffnet wird die Befragung am 24. Juni, 17:00–19:00.

Alles im Angebot
Eine Wanderausstellung über Desinformation, digitale Gewalt und unseren Alltag im Netz

5. September 2026 – 31. Januar 2027

Das Internet ist der größte virtuelle Supermarkt der Welt: Er hat (fast) alles im Angebot, doch nichts ist umsonst.
Denn hinter jedem Angebot stehen Interessen: wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche.

Die Wanderausstellung „Alles im Angebot“ blickt hinter die virtuellen Regale und fragt: Wer steuert hier eigentlich wen?
Digitale Räume verbinden uns, erleichtern Alltag und Kommunikation. Gleichzeitig macht uns dieses „Alles immer und überall“ verletzlich. Die Schattenseiten reichen von Desinformation über Polarisierung bis zu digitaler Gewalt. Die Ausstellung „Alles im Angebot“ widmet sich diesen Widersprüchen: der Faszination des Digitalen ebenso wie seinen Risiken für Individuen und die demokratische Öffentlichkeit.
Eine Ausstellung von: und

Zinn und weg
Die Geschichte eines fast vergessenen Materials

26. September 2026 – 9. Mai 2027

Teller, Kannen, Leuchter, Becher – grau, unscheinbar, oft abgegriffen. Die Sammlung des Dithmarscher Landesmuseums bewahrt Zinnobjekte aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Alltagsgerät aus bäuerlichen und bürgerlichen Haushalten der Region, über Generationen genutzt, geflickt, vererbt. Ihre Oberfläche erzählt einiges: Eine eingeschlagene Marke etwa nennt oft Meister und Werkstattort. Vieles andere aber bleibt verborgen – allen voran, woher das Metall selbst stammte.

Die Ausstellung nähert sich diesem Wechsel aus Wissen und Lücke aus verschiedenen Perspektiven.
Eine Zeitleiste verfolgt Zinn als Material mit eigener Geschichte und Geografie: Von den ersten bronzezeitlichen Handelsnetzwerken über die Kannengießerzünfte des Mittelalters bis zum Konfliktmineral unserer Smartphones von heute.
Die Sammlungsobjekte des Dithmarscher Landesmuseums – Kaffeekannen, Kirchengerät, Leuchter und Schreibzeug, Teller und Krüge – erzählen über Gestaltung, Gravuren, Reparaturen und Schäden, wie das Material durch Küche, Kirche und Wohnstube ging. Für einen ganz eigenen Blick auf das Material sorgt eine Kooperation mit der Muthesius Kunsthochschule Kiel: Studierende der Fächer Produktdesign, Freie Kunst und Raumstrategien haben sich intensiv mit der Zinnsammlung des Museums auseinandergesetzt – mit den Nutzungsspuren, Gravuren und Reparaturstellen der historischen Objekte ebenso wie mit der Frage, was Zinn uns heute noch zu sagen hat. In der Ausstellung treten die studentischen Arbeiten in direkten Dialog mit den historischen Sammlungsstücken.

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